Unter dem Hintergrund der Globalisierung werden kulturelle Vernetzung und Austausch zunehmend zu einer wichtigen Kraft für das internationale Verständnis und die Zusammenarbeit.
Im Jahr 2024 hat die Europa-Reihe des Zentralkonservatoriums für Musik Peking neuen Schwung in den kulturellen Austausch zwischen China und Europa gebracht. Dabei fungierte die Musik als einzigartiges Ausdrucksmittel und als Brücke zwischen den Herzen der Menschen beider Länder. Die faszinierende chinesische Volksmusik beim Kulturfestival SICHTweisen in Wien, die beeindruckenden Auftritte der Musiker des Zentralkonservatoriums im Slowakischen Nationaltheater sowie der vertiefte Dialog über Musikpädagogik zwischen China und Europa zeigten eindrucksvoll das große Potenzial der Musik, kulturelles Verständnis zu fördern, Wissen weiterzugeben und Innovation zu inspirieren.
2024 Wiener Musikfestival „Neue Perspektive“
(Kulturfestival SICHTweisen)
Der einzigartige Charme des chinesischen Volkes

Am 20. Oktober 2024 präsentierten Musiker und Komponisten des Zentralkonservatoriums beim Thema „Nachhaltige Klangwelten II“ des Kulturfestival SICHTweisen in Wien dem Publikum ein einzigartiges musikalisches Kulturerlebnis. Die Veranstaltung, die gemeinsam von der Wiener Kulturvereinigung SICHTweisen und der International Culture Cooperations (ICC) organisiert wurde, führte erstmals traditionelle und zeitgenössische chinesische Musik in das Festival ein.

Die Professorinnen Lan Weiwei und Yang Xue traten nacheinander auf und spielten jeweils ein traditionelles sowie ein zeitgenössisches Stück: das traditionelle Pipa-Stück „Chen Xingyuan He Fan“, Liu Dehais „Terrakotta-Krieger“ sowie die traditionellen Erhu-Stücke „Meihu Melodie“ und „Doppelte Verzierung“. Vor ihrem Auftritt erläuterten die Musikerinnen freundlich die Geschichte, Merkmale und Spieltechniken ihrer Instrumente und veranschaulichten so den reichen kulturellen Hintergrund der chinesischen Musik. Dadurch konnten die Zuhörer die einzigartige Ausdruckskraft und Anziehungskraft der chinesischen Volksmusik besonders intensiv erleben.


Darüber hinaus gewährten die Komponistinnen Zhou Juan und Shi Fuhong Einblicke in ihr Schaffen sowie in die Entwicklung chinesischer Komponistinnen.


Vor Ort hielt Professor Yu Feng, Präsident des Zentralkonservatoriums, eine Ansprache auf Deutsch, in der er die Beweggründe für die Festivalteilnahme erläuterte und seine Hoffnung ausdrückte, die kulturellen Beziehungen zwischen China und Österreich durch Musik weiter zu stärken. Festivaldirektor Bernd Johne betonte in seiner Rede seine Begeisterung für chinesische Musik und sagte: „Wien heißt China willkommen.“



Konzert zum 75-jährigen Jubiläum
“Konzert für zeitgenössische chinesische Werke”
Chinesische zeitgenössische Musik zum 75. Jahrestag
Am Abend des 21. Oktober 2024 präsentierten die Musiker des Zentralkonservatoriums im Slowakischen Nationaltheater in Bratislava acht zeitgenössische chinesische Kammermusikwerke als Beitrag zum 75. Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und der Slowakei. Der chinesische Botschafter in der Slowakei, Cai Ge, besuchte die Musiker vor dem Konzert auf der Bühne und erklärte in einer kurzen Ansprache, dass dieses Konzert der führenden musikalischen Ausbildungsstätte Chinas ein wichtiger Bestandteil der Jubiläumsfeierlichkeiten sei und den Höhepunkt der Veranstaltungsreihe darstelle.


Die acht aufgeführten Werke umfassten mehrere Uraufführungen, darunter Hu Yinques „Endloses Leben“, Zou Hangs „Streichquartett“, Xiang Mins Klaviersolo „Große Prozession“, Zhou Juans „Netz der Bedeutung“, Chen Danbus Pipa-Solo „Ärmelschwert und bronzene Rüstung“, Xu Zhitongs „Klaviertrio“, Chen Yonggangs Bratschen-Solo „Kurze Sätze“ und Shi Fuhongs „Mandala“. Mehrere dieser Werke wurden erstmals aufgeführt. Sie zeigten die einzigartigen musikalischen Konzepte, die grenzenlose Vorstellungskraft sowie die tiefgründige Klangphilosophie und Emotionalität der Komponisten, ausgedrückt in einer zeitgenössischen Musiksprache.

Zehn Musiker traten mehrfach auf und interpretierten die Stücke mit Brillanz: Yang Xue (Erhu), Lan Weiwei (Pipa), Zhang Bile (Flöte), Lü Shuqing (Klarinette), Wang Tianyang (Klavier), Wang Jiajing (Violine), Su Yajing (Violine), Li Wenguan (Viola), Xu Yulian (Cello) und Wang Yaozhang (Violine). Ihr herausragendes Können verlieh den Werken sowohl Tiefe als auch Anziehungskraft.








Als Zugabe präsentierte ein Duo, adaptiert aus einem slowakischen Kinderlied, dem Publikum unerwartete Freude und Rührung. Schon zu Beginn ernteten die Musiker begeisterten Applaus und Lachen, wodurch eine warme und harmonische Atmosphäre entstand und die Freundschaft sowie Aufrichtigkeit im musikalischen Austausch zwischen China und der Slowakei zum Ausdruck kamen.

Dieses Konzert vermittelte dem slowakischen Publikum nicht nur die künstlerischen Fähigkeiten chinesischer zeitgenössischer Komponisten und Musiker, sondern eröffnete auch durch die innovativen Klangfarben verschiedener Instrumente – darunter Erhu, Pipa, Flöte und Klavier – ein tieferes Verständnis für deren Ausdruckskraft.
Zentrale Musikschule und
Austausch an der Staatlichen Universität für Musik und Darstellende Künste Wien
Intensiver Dialog in der zentraleuropäischen Musikpädagogik
Am Vormittag des 22. Oktober erhielten zwei Studenten des Zentralkonservatoriums, Jin Zhicheng (Horn) und Wang Yaozhang (Violine), an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Meisterkurse bei Professoren der Hochschule. Die Professoren lobten die beiden Studierenden sehr und äußerten nach ausführlichen Fragen zu ihrer Ausbildung in China große Anerkennung für das hohe Lehrniveau des Zentralkonservatoriums.
Am Nachmittag folgten der Dirigier-Meisterkurs von Professor Yu Feng sowie der Kompositionsvortrag von Professor Qin Wenchen.
Der um 14 Uhr beginnende Dirigier-Meisterkurs dauerte über drei Stunden, während der Professor Yu Feng sechs Dirigierstudenten der Universität intensiv betreute. Durch Erklärungen und Demonstrationen vermittelte er sowohl theoretisches als auch praktisches Wissen zur Interpretation von Musikwerken, zur Anwendung von Dirigiertechniken und zur Rolle des Dirigenten. Nach dem Kurs beantwortete er geduldig die Fragen der Studierenden.




Der Vortrag von Professor Qin Wenchen richtete sich an Kompositionsstudenten und -dozenten. Anhand seiner eigenen Lern- und Schaffenserfahrungen sowie ausgewählter Werke wie „Schatten der Sonne III“, „Gebirgshorizont“ und „Täler lauschen“ erörterte er den Einfluss der chinesischen Kultur und Natur auf sein Schaffen und diskutierte Fragen zur zeitgenössischen Musikpraxis sowie -pädagogik.




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Durch diese Veranstaltungsreihe wurde Musik zu einem zentralen Bindeglied für das kulturelle Verständnis und die Vertiefung der Freundschaft zwischen China und Europa. Die Zusammenarbeit des Zentralkonservatoriums mit Partnern in Österreich und der Slowakei verdeutlichte nicht nur die innovativen Errungenschaften der zeitgenössischen chinesischen Musik, sondern eröffnete europäischen Zuschauern auch ein neues Fenster, um chinesische Kultur unmittelbar zu erleben.
Bildquelle: © Tong Wey Wey/ICC
Einige Quellen: Wiener Musikfestival Neue Perspektive, Zentrale Musikhochschule
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