Vom 9. bis zum 19. April besuchte die Taiji-Qigong-Kulturgruppe KWP aus Wien, Österreich, verschiedene Orte in China. Die Gruppe reiste nach Chengdu, Dujiangyan, Leshan und Emei-Shan in der Provinz Sichuan und absolvierte eine zehntägige Kultur- und Austauschreise mit der Taiji-Kultur als Bindeglied, durch die neue Impulse für die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und China gesetzt wurden.
Am 10. April fand die Veranstaltung im Weltkulturerbe Qingchengshan in Dujiangyan statt. Die Wiener Taiji-Gruppe trat gemeinsam mit dem Taijiquan-Verband von Dujiangyan auf und bot gemeinsame Übungseinheiten an. Sie zeigten gemeinsam Taijiquan und Baduanjin und vermittelten durch ihre Bewegungen die östliche Philosophie von Harmonie und Toleranz, passend zum ersten von den Vereinten Nationen ausgerufenen „Internationalen Taijiquan-Tag“. Die tiefe daoistische Kulturtradition des Qingchengshan verlieh diesem grenzüberschreitenden Kulturaustausch eine besondere kulturelle Atmosphäre. Der österreichische Generalkonsul in Chengdu, Günther Lazelsberger, nahm an der Veranstaltung teil.

Am 13. April besuchte die Austauschgruppe das Emei-Kungfu-Studio und übte sich gemeinsam mit örtlichen Kampfsportbegeisterten an Emei-Streckübungen, Taiji-Schwert und Taiji-Degen. Gemeinsam praktizierten sie das Yang-Stil-Taijiquan sowie das vereinfachte 24-Formen-Taijiquan und vertieften damit den Austausch im Bereich traditioneller Kampfkünste. Anschließend erlebten die Gruppenmitglieder im Yuqing-Garten in Leshan die chinesische Kalligraphie, lernten die Herstellung von Pinseln sowie chinesische Schriftzeichen kennen und konnten die traditionelle chinesische Kultur aus vielfältigen Perspektiven erleben.
Am 15. April besuchte die Austauschgruppe das Zentrum für Seniorenaktivitäten sowie die städtische Seniorenuniversität im westlichen Stadtgebiet von Leshan zur Themenveranstaltung „Kulturelles Treffen der Silbergeneration“. Lehrende und Studierende der Universität Leshan zeigten Darbietungen wie Taijiquan, Gesundheits-Qigong und klassischen Tanz. Die österreichischen Gruppenmitglieder wiederum präsentierten eine abwechslungsreiche Taiji-Choreografie mit östlichen Gesundheitskonzepten und europäischen Elementen, einen Hut-Tanz sowie Gesang mit Gitarrenbegleitung. Beide Seiten sangen gemeinsam die Lieder Jasminblüte und Edelweiß und tanzten zusammen. Kunst überbrückte dabei Sprachbarrieren, zeigte die lebensfrohe Einstellung älterer Menschen beider Länder und förderte zudem die Verbreitung von Konzepten des gesunden Alterns.

Im Verlauf der Reise besichtigte die Austauschgruppe zudem das Pandatal, das Wasserbauwerk von Dujiangyan, die Große Buddha-Statue von Leshan, den Emei-Shan, die Terrakotta-Armee in Xi‘an sowie die Nachtstadt der Großen Tang-Dynastie. Außerdem probierten sie regionale Speisen wie den Sichuan-Hotpot und das Qiaojiao-Rindfleisch und erlebten vor Ort die vielfältigen Naturlandschaften, historische Kulturen und das alltägliche Leben Chinas.
Die Chinareise der Wiener Taiji-Gruppe stellt ein bedeutender Beitrag zum Sport- und Kulturaustausch zwischen Österreich und China dar. Von Qingchengshan bis Wien, von traditionellen Kampfkünsten bis hin zu vielfältiger Kultur entwickelt sich Taijiquan zunehmend zu einer Brücke zwischen der östlichen und westlichen Gesellschaft. Die Veranstaltung zeigt sowohl die Wertschätzung und Begeisterung der österreichischen Bevölkerung für die hervorragende traditionelle chinesische Kultur als auch die gegenseitige Erkundung und Wertschätzung zwischen europäischen und chinesischen Kulturen. Sie bildet einen herzlichen Beitrag zum freundschaftlichen Austausch zum 55. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Österreich und China.
Die Veranstaltung wurde maßgeblich unterstützt vom Österreichischen Generalkonsulat in Chengdu, dem Auslandsamt der Stadtregierung Dujiangyan, dem Amt für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Außenangelegenheiten der Stadt Leshan sowie dem International Culture Cooperations.






