Am 29. März 2026 fand im Theater des Kulturzentrums des Nanshan-Distrikts in Shenzhen das Konzert „Wenn die Donau auf die Shenzhen-Bucht trifft – Stimmen der Freundschaft zwischen China und Österreich“ erfolgreich statt. Mitglieder des Wiener Austauschchors traten gemeinsam mit mehreren örtlichen Chören aus Shenzhen auf und führten einen grenzüberschreitenden künstlerischen Dialog durch die Musik als Brücke.

Die Veranstaltung erhielt Unterstützung von der Österreichischen Botschaft, International Culture Cooperations sowie einschlägigen lokalen Kulturinstitutionen in der Provinz Guangdong. Der Wiener Austauschchor besteht aus Sängern verschiedener Wiener Chöre mit einem Altersbereich von 9 bis 81 Jahren. Er widmet sich seit langem der Erkundung vielfältiger Musikkulturen, unter anderem der chinesischen Musik, mit einer offenen Einstellung. Der Besuch in Shenzhen stellt einen wichtigen Teil seiner kulturellen Austauschaktivitäten in China dar.

Beim Konzert präsentierte der Wiener Austauschchor klassische Werke wie österreichische Volkslieder, Wiener Walzer sowie Jazz- und Bluesstücke und brachte zudem einige adaptierte Stücke mit integrierten chinesischen kulturellen Elementen zur Aufführung. Die teilnehmenden örtlichen Gruppen aus Shenzhen, der Kinderchor „Fliegender Regenbogen“ und die Künstlergruppe „Qiqi Shenzhen“, boten unter anderem Werke mit chinesischen regionalen und ethnischen Merkmalen wie Pfirsichblüten rot, Aprikosenblüten weiß und Wasserhenne dar. Besonders berührend war der gemeinsame Auftritt des Wiener Austauschchors und des Kinderchors „Fliegender Regenbogen“ bei den Stücken Singen ist unser Freund sowie dem kantonesischen Lied Mondlicht, das zum eindrucksvollsten Moment des interkulturellen Austauschs des gesamten Konzerts wurde.



Das gesamte Repertoire vereinte Tradition und Moderne: Es umfasste sowohl An der schönen blauen Donau von Johann Strauss als auch den Ausschnitt Honey, Honey aus dem Musical Mamma Mia! sowie improvisierte Klaviersoli und weitere vielfältige Beiträge. Huang Qin, musikalische Leiterin des Wiener Austauschchors, dirigierte die Gruppe, Tobias Zimmermann die Klavierbegleitung. Für einzelne Stücke übernahmen örtliche Dirigenten und Pianisten aus Shenzhen die musikalische Leitung und Begleitung.


Während des zweitägigen Austauschprogramms knüpften österreichische Musikliebhaber und junge Menschen aus Shenzhen über die Musik Verbindungen, überwanden sprachliche und kulturelle Barrieren, verschmolzen künstlerisch miteinander und inspirierten sich gegenseitig. Es handelte sich dabei nicht nur um ein Konzert, sondern um einen zivilgesellschaftlichen künstlerischen Dialog. Während die Gruppen aus Wien und Shenzhen ihre jeweiligen künstlerischen Eigenheiten präsentierten, erhielten die österreichischen Gäste einen echten Einblick in die Einzigartigkeit chinesischer Volksmusik und die besondere Atmosphäre der Lingnan-Kultur durch die Lieder.


Anlässlich des 55. Jahrestags der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und Österreich besitzt das Konzert sowohl eine künstlerische Aufführungsdimension als auch Bedeutung für den menschlichen Austausch. Chöre aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen antworteten sich gegenseitig auf einer gemeinsamen Bühne, stärkten die zivilgesellschaftliche Freundschaft zwischen den Ländern durch Kunst und öffneten ausländischen Gästen ein Fenster zur Wahrnehmung der städtischen Kultur und Traditionen Chinas. Dadurch wurden das gegenseitige Verständnis und die emotionale Bindung zwischen den Völkern beider Länder weiter vertieft.
Bildquelle: Kinderchor „Fliegender Regenbogen“, Shenzhen






