
Hannover, Deutschland – Vom 18. bis 19. Oktober 2025 präsentierte das Shaanxi Provincial Research Institute of Opera aus China die klassische Qin-Oper „Die wiedererblühte rote Pflaumenblüte“ in zwei Vorstellungen im Niedersächsischen Staatstheater Hannover. Als sechste teilnehmende Gruppe der „Chinesischen Opernsaison 2025 – Legendäre Chinesische Oper“ ermöglichte das Institut dem deutschen Publikum, durch die Verbindung von traditionellem Gesang und Bühnenkunst den Charme der Qin-Oper aus nächster Nähe zu erleben. Mit dem chinesischen immateriellen Kulturerbe als Brücke wurde eine neue Plattform für den kulturellen Austausch zwischen China und Europa geschaffen. Beide Vorstellungen stießen auf begeisterte Resonanz.

Bevor die Vorstellung offiziell begann, hielt Frau Griess Bettina, die deutsche Direktorin des Konfuzius-Instituts Hannover, eine einführende und mitreißende Einführung in die chinesische Oper. Aus verschiedenen Perspektiven – wie historische Herkunft, humanistischer Geist, Figurenrollen, regionale Schulen und traditionelle Musikinstrumente – erläuterte sie systematisch und lebendig die künstlerische Essenz und das kulturelle Fundament der chinesischen Oper. Das Publikum war aufmerksam und reagierte begeistert; die Stimmung vor Ort war hervorragend. Zum Abschluss sagte Direktorin Griess Bettina lächelnd: „Sie müssen nicht zu viel nachdenken, spüren Sie einfach mit dem Herzen die chinesische Kultur und die Geschichte.“ Unmittelbar danach brach langanhaltender, begeisterter Applaus aus, und die Zuschauer äußerten ihre Vorfreude auf die kommende Aufführung.


Um 19:30 Uhr am 18. Oktober begann die Vorstellung mit einem Vorspiel, dargeboten auf traditionellen Instrumenten wie Banhu und Erxian. Die Darsteller in ihren leuchtend bunten Kostümen erzählten mit kraftvollem, rhythmischem Gesang und präzisen, nuancenreichen Bewegungen die ergreifende Liebesgeschichte zwischen Pei Yu und Li Huiniang, die sogar den Tod überwindet. In der Szene „Geisterklage“ porträtierte die Darstellerin mit wehmütigen, tiefgründigen Melodien die Trauer und Treue von Li Huiniang und versetzte das gesamte Publikum in atemlose Stille. In den Schlüsselszenen des Kampfes zwischen Gut und Böse entfachten der intensive „Rufgesang“ (Houchang), die ausdrucksstarken Körperbewegungen und die spektakuläre feuerspuckende Akrobatik wiederholt die Stimmung im Saal und ernteten stürmischen Applaus. Unter den Gästen waren unter anderem: Oliver Graf, Intendant des Niedersächsischen Staatstheaters; Dr. Doris Wienand, Bürgermeisterin von Hildesheim und Vorsitzende des Freundeskreises tfn; Torge Brandenburg, Kuratoriumsvorsitzender des Konfuzius-Instituts Hannover; Bettina Griess, Geschäftsführende Direktorin des Konfuzius-Instituts Hannover; Dr. Cai Lin, Chinesische Direktorin des Konfuzius-Instituts Hannover; sowie Yao Yao, Künstlerische Leiterin der ICC.


„Das ist das erste Mal, dass ich so eine kraftvolle östliche Gesangskunst höre!“, sagte ein deutscher Zuschauer nach der Vorstellung. Er deutete auf eine Abbildung in der Programmzeitschrift und erklärte, dass er, obwohl die Sprache anders sei, die Tiefe der Gefühle und die Standhaftigkeit der Geschichte durch die Blicke der Schauspieler und die Emotionen in ihren Stimmen nachvollziehen könne.


Um 11:00 Uhr am 19. Oktober erlebte „Die wiedererblühte rote Pflaumenblüte“ ihre zweite Vorstellung. Gesandter Li Qi von der Chinesischen Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland und Dr. Matthias Wojnowski, Protokollchef der Staatskanzlei Niedersachsens, wohnten der Aufführung bei. Auch bei dieser Vorstellung erhob sich das Publikum am Ende zu stehenden Ovationen und zeigte sich sichtlich begeistert. In beiden Aufführungen durchbrachen die spezifische „Rufgesang“-Kunst der Qin-Oper, die Fusion traditioneller Instrumente mit modernen Arrangements und die präzise Vermittlung der Figurengefühle durch die Darsteller kulturelle und sprachliche Barrieren und ermöglichten, dass „Die wiedererblühte rote Pflaumenblüte“ zu einer gemeinsamen emotionalen Resonanz im gesamten Saal wurde.


Nach Ende der Vorstellung löste der einzigartige Charme der Qin-Oper-Kunst weiterhin große Resonanz bei den Zuschauern aus. Deutsche Besucher betonten, dass diese Aufführung nicht nur ein künstlerischer Genuss, sondern auch eine unmittelbare Lernerfahrung zum chinesischen immateriellen Kulturerbe gewesen sei. Die auffälligen Opernkostüme, die intensive Gesangskunst und die spannungsreiche Handlungsstruktur hätten für sie ein wichtiges Fenster zum Verständnis der traditionellen chinesischen Kultur eröffnet.


Die Deutschland-Gastspiele von „Die wiedererblühte rote Pflaumenblüte“ zeigten nicht nur den einzigartigen künstlerischen Charme des chinesischen immateriellen Kulturerbes – der Qin-Oper –, sondern auch die Weitergabe und Lebendigkeit der traditionellen chinesischen Kunst in der Gegenwart. Mit zunehmender Präsenz chinesischer Opernproduktionen auf der internationalen Bühne wird es künftig sicherlich weitere kulturelle Begegnungen über Grenzen hinweg geben, die Brücken des Verständnisses und der Wertschätzung zwischen verschiedenen Zivilisationen bauen und der Welt die anhaltende Vitalität traditioneller chinesischer Kunst demonstrieren.

Die „Chinesische Opernsaison 2025 – Legendäre Chinesische Oper“ wird gemeinsam von der Chinese Opera Research Society (CORS) und der International Culture Cooperations (ICC) veranstaltet und vom Kunstentwicklungszentrum des Ministeriums für Kultur und Tourismus der Volksrepublik China durchgeführt. Die sechste Produktion, die Qin-Oper „Die wiedererblühte rote Pflaumenblüte“, erhielt große Unterstützung vom Niedersächsischen Staatstheater Hannover und wurde offiziell in dessen Spielplan aufgenommen. Zudem wurde diese Aufführung auch aktiv vom Konfuzius-Institut Hannover und vom Kultur- und Tourismusamt der Provinz Shaanxi unterstützt.

图片来源:中国歌剧研究会 韩志巍







