Die Qinqiang gilt als das älteste Genre der Bangzi-Opern Chinas und ist vor allem im Nordwesten des Landes verbreitet. Markant für diese Gattung sind ihr kraftvoller, leidenschaftlicher Gesang sowie spektakuläre Spezialtechniken wie das „Feuerblasen“ und das „Schüsselschlagen“.
Die Künstler:innen des Shaanxi Opern- und Theaterforschungsinstituts beeindrucken mit technischer Präzision und Virtuosität. Die Beherrschung von Spezialtechniken wie der „Bart-Technik“ (der Bart unterstreicht die Emotionen der Rolle) oder der „Zopf-Technik“ (mit einem langen Zopf werden akrobatische Bewegungen ausgeführt) verleiht den Figuren große Ausdruckskraft und Dynamik.
„Die wiedererblühte rote Pflaumenblüte“ basiert auf einer berühmten Erzählung aus dem chinesischen Theater des späten Ming-Zeitalters. Sie erzählt die tragische Liebesgeschichte zwischen Li Huiniang, einem weiblichen Geist, und Pei Ruiqing, einem sterblichen Gelehrten. Es geht um Liebe, die selbst die Grenze zwischen Leben und Tod überwindet. Besonders eindrucksvoll sind die Bühneneffekte und körperlichen Ausdrucksmittel: Li Huiniangs „Geisterschritte“ erscheinen schwebend und unwirklich, das „Feuerblasen“ symbolisiert den brennenden Schmerz und die Rache des Geistes, während Pei Ruiqings Gesangspartien die klagende Melodik der Qin-Oper mit der Zartheit der Kunqu-Oper verweben. Die berührende Aufführung voller Dramatik, Mystik und tiefem Gefühl wird zum bewegenden Erlebnis für das Publikum.
16. Oktober 2025
Kulturzentrum Eisenstadt, Großer Saal
18.–19. Oktober 2025
theater für niedersachsen, Deutschland